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10) Die Zustände in der Welt werden sich verbessern

Die Erlösung der Welt ist ein langer und langsamer Prozess, der die Jahrhunderte durchzieht, jedoch sicher an sein Ziel gelangt. Wir leben bereits in den Tagen verstärkten Sieges und sehen der Eroberung entgegen.

Es gibt Zeiten geistlichen Erfolgs und auch Zeiten geistlichen Niedergangs, doch sind das nur Stadien auf jenem Wege zum Ziel. Wenn wir die Zeit seit Christi erstem Erscheinen auf der Erde betrachten, dann bestaunen wir einen wunderbaren Ablauf. Zuletzt wird die Geschichte vollendet sein, und noch bevor Christus wiederkommt, haben wir eine christianisierte Welt. Das heißt nicht, dass die Sünde vollkommen ausgerottet sein wird — der Weizen wird immer unter Unkraut zu leiden haben, bis die Ernte kommt. Auch die Gerechten fallen manchmal der Sünde und der Versuchung zum Opfer, solange sie auf dieser Erde leben. Aber genauso, wie wir heute christliche Gruppen und Gesellschaften sehen, so werden wir eine christianisierte Welt sehen.

»Die richtige Methode, die Zeit einzuschätzen, ist, ihre Bedingungen mit jenen der Vergangenheit zu vergleichen und zu sehen, in welche Richtung sie sich bewegt. Geht es rückwärts oder vorwärts? Werden die Dinge schlechter oder besser? Mögen die Dinge auch in düsteres Zwielicht eingewickelt sein, aber ist dies Zwielicht der Beginn des Abends oder des Morgens? Werden die Schatten dunkler, bis die sternenlose Nacht uns einhüllt oder fliehen sie, um der aufgehenden Sonne Platz zu machen? … Ein Blick in die Welt, wie sie heute ist, verglichen mit dem, was zehn oder zwanzig Jahrhunderte vor uns war, zeigt uns, dass sie einen großen Bogen durchlaufen hat und sich auf den Morgen zubewegt.«123123     James H. Snowden, The Coming of the Lord, S. 250. Für eine ausgezeichnete Untersuchung dieser Frage vgl. »Is the World Growing Better?« (Kap. 8).

Mehr denn je ist die Kirche heute mit Wohlstand gesegnet, und trotz traurigem Abfall mancherorts, der dem Modernismus zugeschrieben werden muss, glauben wir, dass es heutzutage mehr ernsthafte Evangelisation gibt als je vorher. Die Anzahl der Bibelschulen, Kollegs und Seminare, in denen die Bibel systematisch studiert wird, wächst ständig und schneller als die Bevölkerung. Letztes Jahr sind mehr als 11 Millionen Bibeln oder Bibelteile in verschiedenen Sprachen verteilt worden, und das alleine von der amerikanischen Bibelgesellschaft — ein Umstand, der zeigt, dass die Bibel die Welt erreicht wie nie zuvor.

Die christliche Kirche hat in vielen Teilen der Welt große Fortschritte gemacht; speziell während der letzten zwei oder drei Jahrhunderte hat sie tausende und abertausende individuelle Kirchen hervorgebracht und hat das Leben vieler Millionen Menschen zum Guten beeinflusst. Unzählige Schulen und Krankenhäuser sind ihr zu verdanken. Unter ihrem liebevollen Einfluss standen auch Ethik, Kultur und Gemeinwohl, die weltweit zugenommen haben; die ethischen Standards sind heute wesentlich höher als damals, als die Kirche hierher kam.

»Schon hat die Kirche jeden einzelnen Kontinent durchdrungen und wohnt auf jeder Insel und sendet ihre Außenposten rund um den Äquator und von Pol zu Pol. Sie ist heute die größte Organisation auf Erden, ein richtiges Weltunternehmen. Ihre Resultate sind sehr vielversprechend. In unserem Land ist das Christentum mindestens fünf mal so schnell gewachsen wie die Bevölkerung. Es ist etwa hundert Jahre her, da bekannte sich nur einer von fünfzehn zum Christentum, heute ist es jeder dritte, und, Kinder ausgenommen, jeder zweite. Die Welt weist im ganzen erstaunliche Resultate auf. Im Jahr 1500 gab es etwa 100 Millionen Menschen, die sich zum Christentum bekannten, 1800 waren es bereits 200 Millionen. Die neueste Statistik zeigt, dass sich bei einer Gesamtbevölkerung der Erde (1.646.491.000) bereits 564.510.000 Menschen zum Christentum bekennen, also beinahe ein Drittel der gesamten Menschheit! Das Christentum kann im letzten Jahrhundert ein riesiges Wachstum verzeichnen, ja, ein größeres Wachstum als in den vorherigen 1800 Jahren.«124124     Ebd., S. 265.

Die Annahme, dass das Christentum im letzten Jahrhundert mehr Zuwachs bekommen hat als in den 1800 Jahren davor, dürfte ungefähr stimmen. Letzten Statistiken zufolge, etwa 1950125125     Siese Angabe entstammt einer späteren Auflage des Werks (A. d. Ü.). , umfasst das nominelle Christentum mehr als jede Kombination zweier anderer Weltreligionen. Diese Zahlen zeigen einen Stand von 640 Millionen Christen, 300 Millionen Konfuzianer (Taoisten inbegriffen), 230 Millionen Hindus, 220 Millionen Moslems, 150 Millionen Buddhisten, 125 Millionen Animisten, 20 Millionen Shintoisten und 15 Millionen Juden.126126     A. d. Ü.: Nach einer Tabelle der letzen Ausgabe von »Gebet für die Welt« von Patrick Johnstone sehen die Zahlen nach dem Jahr 2000 etwa so aus: (Angaben in Mio.) Christen: 1.973 (32,54%); Mulime: 1.279 (21,09%); Nichtreligiöse: 938 (15,46%); Hinduisten: 820 (13,52%), Buddhisten: 400 (6,6%) Chinesische Religionen: 383 (6,31%); Stammesreligionen: 176 (2,9%) Sikhs: 20,5 (,34%); Juden: 14,2 (,24) Andere: 60,8 (1%) bei einer Weltbevölkerung von 6.065 Milliarden Menschen (S. 41f).
   Nachstehend die Zahlen aus dem digitalen Brockhaus 2005:

   Weltreligionen: Der Anteil der Religionen*)  an der Weltbevölkerung (in %) Religionszugehörigkeit 190020022025 (Prognose) Christen 33,433,434,8Muslime 12,420,124,4Hindus 12,513,513,4Buddhisten 7,85,95,4Stammesreligionen 6,63,63,7neue Religionen ,41,61,4Sikhs ,20,40,4Juden ,80,20,2Nichtreligiöse/Atheisten ,214,913,1*) nicht berücksichtigt sind die Anhänger chinesischer

   Volksreligionen (Daoismus, Geisterglaube), religiös

   geprägter neokonfuzianischer Strömungen

   und die Shintoisten
Und wenn auch viele Christen es nur dem Namen nach sind, ist doch das Verhältnis vermutlich größer als in den heidnischen Religionen. Alle anderen Religionen, mit Ausnahme der Muslime, sind älter als das Christentum. Darüber hinaus ist das Christentum die einzige Religion, die in der modernen Zivilisation aufblühen und wachsen kann, während alle anderen Religionen sehr schnell verschwinden, wenn sie unter das gleißende Licht moderner Zivilisation geraten. Erst innerhalb der letzten hundert Jahre hat sich die Neulandmission wirklich durchgesetzt. So wie sie sich kürzlich entwickelt hat, mit großen kirchlichen Organisationen im Rücken, ist sie in der Position, eine Weltevangelisation zu betreiben, wie es sie nie zuvor gegeben hat.

Man wird annehmen dürfen, dass die derzeitige Bevölkerung Indiens, Chinas, Koreas und Japans mehr Veränderung im religiösen, sozialen und politischen Bereich erfahren hat als in den vorhergegangenen 2000 Jahren. Wenn wir die rasche Verbreitung des Christentums in den letzten Jahren mit dem ebenso raschen Niedergang der anderen Weltreligionen kontrastieren, so scheint klar zu sein: Das Christentum ist die zukünftige Weltreligion. Im Licht dieser Fakten sehen wir der Zukunft als bestmöglicher vertrauensvoll entgegen.


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