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Lied an dem Gott der Liebe.

Darinnen stehet die Liebe: nicht das wir Gott geliebet haben, sondern dass Er uns geliebet hat.

Johann Angelus. 1624-1677.

Liebe, die Du mich zum Bilde

Deiner Gottheit hast gemacht,

Liebe, die Du mich so milde

Nach dem Fall hast wiederbracht,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die Du mich erkoren,

Eh als ich geschaffen war,

Liebe, die Du Mensch geboren

Und mir gleich wardst ganz und gar,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die für mich gelitten

Und gestorben in der Zeit,

Liebe, die mir hat erstritten

Ewge Lust und Seligkeit,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die Du Kunst und Leben,

Licht und Wahrheit, Geist und Wort,

Liebe, die sich blos ergeben

Mir zum Heil und Seelenhort,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die mich hat gebunden

An ihr Joch mit Leib und Sinn,

Liebe, die mich überwunden

Und mein Herze hat dahin,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die mich ewig liebet,

Die für meine Seele litt,

Liebe, die das Lösgeld giebet

Und mich kräftiglich vertritt,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

Liebe, die mich wird erwecken

Aus dem Grab der Sterblichkeit,

Liebe, die mich wird umstecken

Mit dem Laub der Herrlichkeit,

Liebe, Dir ergeb ich mich,

Dein zu bleiben ewiglich.

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